Industrielle Metalloberflächen: rostige, korrodierte Seite kontrastiert mit glänzender, geschützter Metallbeschichtung

Wie wählt man den richtigen Korrosionsschutz aus?

Die Wahl des richtigen Korrosionsschutzes hängt von deiner spezifischen Umgebung, der Art der zu schützenden Elektronik und den vorhandenen Luftschadstoffen ab. Du musst die Korrosionsrisiken bewerten, verschiedene Schutzmethoden verstehen und ein System wählen, das langfristig zuverlässig funktioniert. Die wichtigsten Faktoren sind Umgebungsanalyse, Kosteneffizienz und Wartungsanforderungen.

Was verursacht Korrosion an Elektronik und warum ist Schutz so wichtig?

Korrosion an Elektronik entsteht hauptsächlich durch aggressive Gase wie Schwefelwasserstoff, Chlor und Ammoniak, kombiniert mit Feuchtigkeit und Luftschadstoffen. Diese chemischen Verbindungen greifen Metallkomponenten an und führen zu Funktionsstörungen oder kompletten Ausfällen der Steuerelektronik.

Die häufigsten Korrosionsverursacher in industriellen Umgebungen sind:

  • Schwefelverbindungen aus Produktionsprozessen
  • Chlorgase aus der Wasseraufbereitung
  • Ammoniakdämpfe aus biologischen Prozessen
  • Salzhaltige Luft in Küstennähe
  • Industrielle Abgase und Emissionen

Die Folgen von Korrosionsschäden sind oft verheerend. Produktionsausfälle kosten Unternehmen täglich Tausende von Euro. Besonders kritisch wird es, wenn Sicherheitssysteme oder Prozesssteuerungen betroffen sind. Viele Anlagenhersteller verweigern sogar die Garantie, wenn die Luftqualität den internationalen Standard G1 nach ANSI/ISA-Norm ISA‑71.04‑2013 überschreitet.

Wie erkennst du, ob deine Anlagen ein Korrosionsrisiko haben?

Du erkennst Korrosionsrisiken durch systematische Umgebungsanalysen, Luftqualitätsmessungen und die Beobachtung früher Warnsignale an deinen Anlagen. Sichtbare Verfärbungen an Metallteilen, unerklärliche Elektronikausfälle oder ein metallischer Geruch in der Luft sind deutliche Hinweise auf korrosive Bedingungen.

Praktische Methoden zur Risikobewertung umfassen:

Visuelle Inspektion: Prüfe regelmäßig Metallkomponenten auf Verfärbungen, Fleckenbildung oder Oberflächenveränderungen. Besonders Kupfer und Silber zeigen schnell Reaktionen auf korrosive Gase.

Luftqualitätsmessungen: Spezielle Messgeräte erfassen die Konzentration korrosiver Gase in der Luft. Diese Messungen sollten über längere Zeiträume erfolgen, da die Belastung schwanken kann.

Korrosions-Testcoupons: Kleine Metallplättchen werden in kritischen Bereichen aufgestellt und nach bestimmten Zeiträumen analysiert. Sie zeigen das tatsächliche Korrosionspotenzial der Umgebung auf.

Achte auch auf indirekte Anzeichen wie häufige Störungen an elektronischen Geräten, verkürzte Lebensdauer von Komponenten oder Probleme mit Sensoren und Messgeräten. Diese Symptome können auf schleichende Korrosionsprozesse hinweisen, bevor sichtbare Schäden auftreten.

Welche Arten von Korrosionsschutz gibt es und wie funktionieren sie?

Es gibt drei Hauptkategorien von Korrosionsschutz: chemisorptive Filtration, physikalische Barrieren und Umgebungskontrolle. Chemisorptive Systeme neutralisieren Schadstoffe chemisch, physikalische Barrieren blockieren den Zugang korrosiver Substanzen, und Umgebungskontrolle reguliert Feuchtigkeit und Temperatur.

Chemisorptive Filtration ist die effektivste Methode für gasförmige Schadstoffe. Spezielle Filtermedien binden korrosive Gase nicht nur physisch, sondern wandeln sie in harmlose Verbindungen um. Diese Technologie funktioniert auch bei geringen Gaskonzentrationen zuverlässig.

Physikalische Barrieren umfassen:

  • Gehäuseschutz durch dichte Umhüllungen
  • Beschichtungen auf Metalloberflächen
  • Luftschleusen und Überdrucksysteme
  • Abgeschirmte Räume für kritische Elektronik

Umgebungskontrolle reguliert die Bedingungen, unter denen Korrosion stattfinden kann. Dazu gehören Feuchtigkeitskontrolle, Temperaturregulierung und Luftzirkulation. Diese Methoden sind besonders wirksam in Kombination mit anderen Schutzmaßnahmen.

Die Wahl der richtigen Methode hängt von der Art der Schadstoffe, der Konzentration und den räumlichen Gegebenheiten ab. Oft ist eine Kombination verschiedener Ansätze am wirksamsten.

Worauf solltest du bei der Auswahl eines Korrosionsschutzsystems achten?

Bei der Systemauswahl sind Umgebungsbedingungen, Art der Elektronik, Wartungsaufwand und Langzeitkosten die wichtigsten Kriterien. Du solltest ein System wählen, das speziell für deine Schadstoffarten ausgelegt ist und sich in deine bestehende Infrastruktur integrieren lässt.

Umgebungsanalyse ist der Ausgangspunkt: Welche Gase sind vorhanden? Wie hoch sind die Konzentrationen? Schwanken die Belastungen über den Tag oder die Jahreszeiten? Diese Informationen bestimmen die erforderliche Filterkapazität und -technologie.

Elektronik-spezifische Anforderungen:

  • Empfindlichkeit der zu schützenden Komponenten
  • Zugänglichkeit für Installation und Wartung
  • Platzbedarf und räumliche Beschränkungen
  • Integration in bestehende Lüftungssysteme

Wirtschaftliche Überlegungen umfassen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch Betriebskosten, Filterwechselintervalle und potenzielle Ausfallkosten. Ein teureres System kann sich durch geringere Wartungskosten und höhere Zuverlässigkeit schnell amortisieren.

Achte auch auf die Flexibilität des Systems. Ändern sich deine Produktionsprozesse oder Umgebungsbedingungen, sollte das Schutzsystem anpassbar sein. Standardisierte Komponenten erleichtern zudem die Ersatzteilbeschaffung und Wartung.

Wie Dolge Systemtechnik beim Korrosionsschutz hilft

Wir bei Dolge Systemtechnik bieten dir eine umfassende Lösung für industriellen Korrosionsschutz – von der ersten Analyse bis zur langfristigen Betreuung. Mit über 25 Jahren Erfahrung und unserem eigenen chemischen Labor entwickeln wir maßgeschneiderte Systeme, die exakt zu deinen Anforderungen passen.

Unser Service umfasst:

  • Kostenlose Vor-Ort-Analyse deiner Umgebungsbedingungen
  • Luftqualitätsmessungen mit professionellen Geräten
  • Korrosions-Testcoupons zur präzisen Risikobewertung
  • Individuelle Systemplanung und -auslegung
  • Installation und Inbetriebnahme durch Fachpersonal
  • Regelmäßige Wartung und Filterwechsel

Als Master Distributor für Purafil in Nordeuropa haben wir Zugang zu den modernsten chemisorptiven Filtertechnologien. Unsere Systeme wie die Positive Pressurization Unit (PPU) und das Corrosive Air System (CAS) schützen deine Elektronik zuverlässig vor korrosiven Gasen.

Kontaktiere uns für eine kostenlose Beratung: Ruf uns an unter +49 (0) 5651-2273-0 oder schreib eine E-Mail an mail@dolge-systemtechnik.de. Wir kommen gerne zu dir vor Ort und entwickeln gemeinsam die optimale Lösung für deinen Korrosionsschutz. Für weitere Informationen besuche auch unsere Kontaktseite.

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    Andreas Peetz

    Leiter Innendienst

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