Luftverunreinigungen schädigen Bauteile oft unbemerkt durch gasförmige Schadstoffe wie Schwefelwasserstoff, Chlor und Ammoniak, die Korrosionsschutz verursachen. Diese unsichtbaren Verunreinigungen greifen insbesondere Steuerelektronik, Leiterplatten und Kontakte an. Die Schäden entwickeln sich schleichend über Monate oder Jahre, bis kostspielige Ausfälle auftreten. Rechtzeitige Erkennung durch Messverfahren und präventive Luftfilterung schützt vor teuren Reparaturen und Produktionsunterbrechungen.
Welche gasförmigen Schadstoffe greifen Bauteile unbemerkt an?
Schwefelwasserstoff, Chlor, Ammoniak und organische Säuren sind die häufigsten gasförmigen Verunreinigungen, die Bauteile chemisch angreifen. Diese Gase entstehen in verschiedenen Industrieumgebungen und führen zu Korrosionsschäden an metallischen Oberflächen und elektronischen Komponenten.
Schwefelwasserstoff entsteht vor allem in der Abwassertechnik und Papierindustrie. Das Gas riecht nach faulen Eiern, doch bereits geruchlose Konzentrationen können Kupfer und Silber angreifen. Chlorgas wird in der Wasseraufbereitung eingesetzt und kann aus Leckagen oder bei Störungen freigesetzt werden. Es greift nahezu alle Metalle aggressiv an.
Ammoniak tritt häufig in der chemischen Industrie auf und schädigt insbesondere Kupferlegierungen. Organische Säuren entstehen durch biologische Prozesse oder chemische Reaktionen und greifen verschiedene Materialien an. In der Petrochemie entstehen zusätzlich schwefelhaltige Verbindungen, die selbst in geringsten Konzentrationen korrosiv wirken.
Warum bemerkt man Korrosionsschäden oft erst zu spät?
Gasförmige Korrosion beginnt auf molekularer Ebene und bleibt monatelang unsichtbar, bis sich mikroskopische Schäden zu funktionsstörenden Defekten entwickelt haben. Die chemischen Reaktionen laufen kontinuierlich ab, ohne dass äußerlich erkennbare Veränderungen auftreten.
Die Korrosion startet an den dünnsten Stellen der Metallschichten, insbesondere an Kontakten und Leiterbahnen. Diese Bereiche sind oft nur wenige Mikrometer dick. Während sich die Schäden ausbreiten, funktionieren die Bauteile zunächst noch normal. Die elektrische Leitfähigkeit verschlechtert sich allmählich, was zu sporadischen Fehlern führt.
Problematisch ist auch, dass verschiedene gasförmige Schadstoffe synergistisch wirken. Die Kombination aus Feuchtigkeit und korrosiven Gasen beschleunigt die Schädigung erheblich. Wenn die ersten sichtbaren Korrosionsspuren auftreten, ist der Schaden meist bereits so weit fortgeschritten, dass ein Austausch der betroffenen Komponenten unvermeidlich wird.
Welche Bauteile sind besonders anfällig für Luftverunreinigungen?
Steuerelektronik, Leiterplatten, elektrische Kontakte und Sensoren sind am stärksten gefährdet, da sie dünne Metallschichten und empfindliche Oberflächen besitzen. Diese Komponenten reagieren bereits auf geringste Schadstoffkonzentrationen mit Funktionseinbußen.
Leiterplatten enthalten häufig ungeschützte Kupferleiterbahnen, die besonders anfällig für schwefelhaltige Gase sind. Die Leiterbahnen können bereits bei Schadstoffkonzentrationen unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsgrenze korrodieren. Kontakte und Steckverbindungen leiden unter allen korrosiven Gasen, da sie auf niedrige Übergangswiderstände angewiesen sind.
Sensoren reagieren äußerst empfindlich auf Luftverunreinigungen, da ihre Funktionsweise häufig auf präzisen chemischen oder physikalischen Eigenschaften basiert. Bereits minimale Oberflächenveränderungen können Messfehler verursachen. Auch Relais und Schalter sind gefährdet, da korrodierte Kontakte zu Ausfällen oder zu einer unzuverlässigen Funktion führen.
Wie erkennt man gefährliche Luftbelastungen rechtzeitig?
Korrosions-Kupons und kontinuierliche Überwachungssysteme ermöglichen die Früherkennung korrosiver Gase, bevor Schäden an wertvollen Anlagen entstehen. Diese Messverfahren bewerten das tatsächliche Korrosionspotenzial der Raumluft.
Korrosions-Kupons sind kleine Metallplättchen aus Kupfer und Silber, die über einen definierten Zeitraum der Raumluft ausgesetzt werden. Nach der Exposition wird der Gewichtsverlust gemessen, der direkt mit der Korrosivität der Luft korreliert. Diese Methode ist kostengünstig und liefert zuverlässige Ergebnisse nach der ANSI/ISA-Norm.
Kontinuierliche Überwachungssysteme messen den Korrosionsfilmaufbau in Echtzeit. Sie warnen sofort, wenn kritische Grenzwerte überschritten werden. Zusätzlich können Luftproben im Labor analysiert werden, um spezifische Schadstoffe zu identifizieren. Die Kombination verschiedener Messverfahren vermittelt ein vollständiges Bild der Luftqualität und ermöglicht gezielte Schutzmaßnahmen.
Was kostet es wirklich, wenn Bauteile durch Luftverunreinigungen ausfallen?
Die Gesamtkosten korrosionsbedingter Ausfälle übersteigen die reinen Ersatzteilkosten um das Zehn- bis Hundertfache durch Produktionsunterbrechungen, Notfallreparaturen und Gewährleistungsprobleme. Ungeplante Stillstände verursachen die höchsten Verluste.
Direkte Kosten umfassen den Austausch defekter Komponenten, Arbeitszeit für Diagnose und Reparatur sowie Ersatzteile. Oft müssen ganze Steuerungsmodule getauscht werden, wenn einzelne Bauteile nicht verfügbar sind. Bei älteren Anlagen können Ersatzteile schwer beschaffbar oder sehr teuer sein.
Indirekte Kosten entstehen durch Produktionsausfälle, verpasste Liefertermine und Qualitätsprobleme. In der Papierindustrie kann ein Ausfall der Maschinensteuerung Kosten von mehreren Tausend Euro pro Stunde verursachen. Zusätzlich entstehen Kosten durch Notdienste, Expresslieferungen und erhöhten Personalaufwand. Gewährleistungsansprüche können erlöschen, wenn Korrosionsschäden nachgewiesen werden.
Wie schützt Dolge Systemtechnik bei Luftverunreinigungen?
Wir bieten chemisorptive Luftfilterlösungen, die gasförmige Schadstoffe nicht nur physisch festhalten, sondern chemisch neutralisieren. Unsere Systeme wie PPU, CAS und DBS schützen zuverlässig vor korrosiven Gasen in verschiedenen Industriezweigen.
Unsere Positive Pressurization Unit (PPU) erzeugt einen Überdruck mit gereinigter Luft in Schaltschränken und Steuerungsräumen. Das Corrosive Air System (CAS) reinigt die Umluft kontinuierlich und eignet sich für größere Räume. Der Deep Bed Scrubber (DBS) filtert hochkonzentrierte Gase und schützt in extremen Umgebungen wie Raffinerien oder Stahlwerken.
Wir analysieren zunächst Ihre spezifische Luftbelastung durch Korrosions-Kupons oder Messgeräte. Auf Basis der Ergebnisse entwickeln wir eine maßgeschneiderte Lösung mit den passenden Filtermedien. Unsere Systeme arbeiten wartungsarm und bieten langfristigen Schutz vor kostspieligen Ausfällen.
Konkrete Handlungsempfehlungen:
- Luftqualität regelmäßig mit Korrosions-Kupons überprüfen
- Kritische Elektronik durch Überdrucksysteme schützen
- Filtermedien entsprechend den vorhandenen Schadstoffen auswählen
- Präventive Wartung der Luftfilteranlagen durchführen
Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Analyse Ihrer Luftqualität und lassen Sie sich zu passenden Schutzmaßnahmen beraten. Wir kommen gerne vor Ort, um Ihre individuellen Herausforderungen zu bewerten und eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln.










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